Freitag, 20. September 2013

Hinterland







 Wache in den Armen auf. Reibe mir die Augen. Lasse den Kopf an der Schulter ruhen. Blicke nur kurz hinauf. Da beobachten sie mich schon. Groß, verschmitzt. Lese heraus, dass sie wissen wollen, wie ich zu letzter Nacht stehe. Wie ich zu dir stehe. Sagst, du musst jetzt los. Drückst mir noch einen Kuss auf. Kitzeln mich. Hart und kratzig. Wie ich über dich dachte. Legst die Decke über meinen müden Körper. Verfolge dich durch das Zimmer. Hose an, Gürtel zu. T-Shirt drüber. Verschwindest und stehst polternd wieder vorm Bett. Rucksack zu. Atme tief den männlichen Deogeruch ein. Riecht nach dir. Stark. Rauh. Nach letzter Nacht. Plötzlich wieder neben mir. Grinst. Wahrscheinlich darüber, wie verschlafen ich unter deiner Decke gegen das Tageslicht blinzele. Streichst mit deiner großen Hand über meine nackte Schulter. Das Schulterblatt entlang. Schließe kurz die Augen. Kämpfe an, gegen die Schläfrigkeit, die mich zurückzieht. Da spür ich es. Deine warmen weichen Lippen auf meinen. Wieder und wieder. Gebe mich hin. Schiebe meine Finger zwischen deine. Grinst. "Ich muss". Poltern. Und da fällt die Tür ins Schloss.

Tschüss und bis in einer Woche.

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