Sie sitzt da, die Beine herangezogen, die Arme fest herum. Die Zehen in den Spalt zwischen den Holzbrettern gesteckt. Weiß, schwarz, rot, schwarz. Weiß, schwarz, rot, schwarz. Dann enden ihre Socken in der Jeans. Ihr Blick schweift über die geröteten Gesichter. Er erzählt ein paar Geschichten, wunderbar spannende. Sie hört nur nicht hin. Viel mehr ist es seine Mimik, die ihren Blick gefangen hält. Sein Grübchen, was tanzt, während er mit großen Worten um sich wirft. Und jeder schaut hinüber. Er versteht es, die Leute anzuziehen. Die Mädchen manchmal aus.
Ihr Körper spannt sich an. Versucht ganz still zu sein. Nur nicht bewegen, nur nicht den Moment beenden. Sie spürt sein Lachen, seinen Atem in ihrem Nacken. Gedämpfte Schritte poltern. Taumeln durch ihren Kopf. Ein bisschen Angst wandert über die Finger, die Arme und Schultern hinauf.
Mit jeder Zelle nimmt sie seine Anwesenheit auf. Weiß, wie er den Kopf schräg hält. Die Arme wild in der Luft, die Füße unterm Laub versteckt. Sieht dabei nur das Flackern des Feuers. Die kleinen Funken, die durch die Luft tanzen und auf den Schatten landen. Und dann ist er weg. Kühler Luftzug landet auf ihren nackten Schultern, wie sonst die glühenden Aschepartikel. Ihr Blick sucht. Sofort. Überall. Ohne Kontrolle. Seine dumpfen Schritte entfernen sich. Schnell, rasant. Da! Ihr Kopf gefriert. Sein Arm um ihn. Laufen Arm und Arm davon, lachen laut auf, genießen den Abend, feiern und wollen noch mal mit der Musik schweben. Sie landet gerade im Sturzflug.
Sie sitzt da, die Beine herangezogen, die Arme fest herum. Die Zehen in den Spalt zwischen den Holzbrettern gesteckt. Weiß, schwarz, rot, schwarz. Weiß, schwarz, rot. Weiß, schwarz. Weiß.

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