Sonntag, 25. August 2013

Es geht los. Schwung holen, Arme weit nach vorn werfen, Beine hoch, vor, weit. Auf die Landung vorbereiten.
Ja, es entsteht was neues. Was höheres, breiteres, neues.

Damit meine ich das Loslassenkönnen, das Ernstmachen, nun eben - das Springen! Ich wünsche mir nicht, in meine frühere Heimat und in mein früheres Leben zurückzuspringen, sie zieht mich nicht, ich habe sie beinahe vergessen. Aber ich wünsche mir: einmal, wenn die Stunde kommt und es notwendig sein wird, mich auch loszumachen und springen zu können, bloß nicht ins Geringere, sondern vorwärts und ins Höhere. - Hermann Hesse, Glasperlenspiel

Die Sachen werden gepackt, der Kopf nimmt Abschied, die Neugier ist geweckt, der Hunger groß. Ich will los. Ich will Neues erleben, mutig sein und weitergehen. Wie er sagte, ich will Loslassenkönnen.

Doch auch die paar Gedanken: geht alles gut? Werd ich es schaffen? Werd ich lachend in den Straßen stehen und nicht um die Vergangenheit weinen?

"Nur Mut", flüsterst du. Und das Kribbeln im Bauch wird wieder stärken. Erstmal loslaufen, bevor man über das Fallen nachdenkt.


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