Samstag, 31. August 2013

So oder so

Das Leben ist bitter und süß wie Feigen
Du musst runterkommen und dich
entscheiden
Zwischen hinterher rennen und gelassen
Ich mein' unverkrampft die Dinge kommen lassen
Denn dein Glück geht tanzen
dein Glück kommt heim

Dinge gehen- Dinge bleiben

Ist nicht gesund, Kampf um Kampf
weil du es grad nicht ändern kannst

Das Leben beißt, das Leben küsst

Aber was Gutes wird passier'n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans
Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst 
So oder so oder so
So oder so oder so
So

Aber was Gutes wird passier'n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans
Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst
(Und Lebst und Lebst und Lebst)

Lalelalela,"lamentier nicht" sagt der Vater zu dem Emo-Mädchen
Unser Herz hängt oft an Dingen,
die schrecklich wehtun und nur austeiln'

Oder eben so für immer bleiben,
weil sie gut tun, passen,heilen und ja
so musst du nicht nur weinen
nur weil irgend ein Idiot gegangen ist

Aber was Gutes wird passier'n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans
Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst
(Und Lebst und Lebst und Lebst)

Was Gutes wird passier'n

Wenns gut ist, bleibts hier

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst

Lebst und Lebst und Lebst
- Bosse
 Autotür zu. Mit dir gefangen in einem Raum. Nach unendlich langer unausgespochener Zeit. Und kein leeres Anschweigen zwischen uns. All die Zweifel sind gewischen, nur wir zwei. Deine tiefblauen Augen fixieren mich, deine Lippen formen ein Lächeln und ich weiß, hier bei dir zu sitzen, ist richtig. Richtig, nach all der Zeit die wir falsch gemacht haben. Wir gehören nicht zusammen, wir gehören nebeneinander. "Wasn?" lass ich in die Ruhe fallen. Sie glitzern, deine blauen blauen blauen Augen. Ja, ich sag es wieder. "Nichts", lächelst du. Und schüttelst stumm den Kopf. 
Öffne die Tür, sage dir, dass ich noch was zu tun habe. Du rutschst zu mir rüber, umarmst mich fest. "Machs gut!" - "Bis bald". Die Tür schließt sich und in mir nach der Flut der Gefühle, herrscht Ebbe. Eine wunderbare weiche Ebbe. Da fähst du davon, winkst noch kurz. 
Da klingelt mein Handy. Dein Name. "Wollt dir nur noch sagen, da vorne an der Ecke blitzen sie. Nich dass sie dich erwischen. Weiß doch wie du fährst..." Höre dein Lachen am anderen Ende. Da ist er, der so vertraute Klang zwischen uns. Der Klang, der alles vergessen macht, was schief ging. 

Freitag, 30. August 2013

Ein Jahr. Ein verdammtes ganzes Jahr!

Es ist Aus. Heute, morgen und Schluss. Ein Jahr. Ein ganzes verdammtes Jahr! So viel erlebt, so viel beobachtet, beheult und beschämt. Belächelt und umschwärmt. Vorbei. Von einem Tag auf den anderen gehör ich nicht mehr dazu. Gehört die Arbeit nicht mehr zu mir.

Und nach diesem Tag würde ich gerne sagen "zum Glück!". Aber es wäre ungerecht den guten, mit Lachen gefüllten Tagen gegnüber. Mir, dir, uns allen gegenüber.

Und jetzt steht ich da. Mit offenen Armen und dem Blick in der Ferne. Nur wohin? Ohne Fahrplan, ohne Aussicht. Der Gedanke lässt meine Arme sich verschränken, meinen Blick senken und das Herz laut pochen. Ja Scheiße! Wohin?
Vor einem Jahr stand ich genau an dem Punkt. Dieser verdammte Wendepunkt, der dich nicht in Ruhe lässt. Der dich nervös macht. Nicht einschläfen lässt. Und doch die Freiheit im Herzen, alles tun zu können. Ungebunden, frei, lebendig. Nur wohin soll die Reise gehen?

Und jeder der mich fragt, bekommt die selbe Antwort. Ja, das Jahr wars wert! Egal, was zu Bruch ging, etwas Neues ist entstanden. Aus der kindischen, launischen Kiwi, wurde Wiebke. Nicht weniger albern, aber... um ein Jahr gereifter. Wie ein noch nicht ganz guter Wein.


Und meine Emailadresse lautet immernoch wiebkeric.

Dienstag, 27. August 2013

Heute bleib ich liegen.
Es ist Dienstag, kein verregneter, öder, dummer Dienstag. Keiner der den Namen "Sonntag" tragen sollte. Die Sonne scheint, die Uhr kündigt die Mittagszeit an und ich liege jetzt halbverschlummert in meinem Sessel und mache nichts. Wieso auch? Meine letzte Arbeitswoche. Und am zweiten Tag bekomme ich frei. Wenn das mal nicht ein Grund ist, nichts zu tun!
Klar ist nichts tun bisschen übertrieben.
Die Wohnungs- bzw Mitbewohnsucherei wartet noch. Laptop an, E-Mail-Postfach auf. Warten auf Abruf. Nichts. Außer drei unbeantworteten Emails, die mich anstarren. "Wann bist du das nächste Mal in Halle? Wann wollen wir uns treffen?". Irgendwann die nächsten Wochen.
 Aber woher soll ich wissen, welche die beste Entscheidung wäre?

Schließ ich meine Augen, seh ich einen schönen Altbau.3. Etage. Helle Räume, größere Küche, mit bisschen mehr Platz zum Zusammensitzen. Nette aufgeschlossene Leute, die labern und Gesellschaft suchen. Zusammen kochen, zusammen nichts machen.
Öffne ich meine Augen, blicken nur die Emails auf mich. Ja, vielleicht ist ja meine Vorstellung unter diesen ganzen Mails versteckt. Muss nach Halle fahren nachschauen.

Sonntag, 25. August 2013

Es geht los. Schwung holen, Arme weit nach vorn werfen, Beine hoch, vor, weit. Auf die Landung vorbereiten.
Ja, es entsteht was neues. Was höheres, breiteres, neues.

Damit meine ich das Loslassenkönnen, das Ernstmachen, nun eben - das Springen! Ich wünsche mir nicht, in meine frühere Heimat und in mein früheres Leben zurückzuspringen, sie zieht mich nicht, ich habe sie beinahe vergessen. Aber ich wünsche mir: einmal, wenn die Stunde kommt und es notwendig sein wird, mich auch loszumachen und springen zu können, bloß nicht ins Geringere, sondern vorwärts und ins Höhere. - Hermann Hesse, Glasperlenspiel

Die Sachen werden gepackt, der Kopf nimmt Abschied, die Neugier ist geweckt, der Hunger groß. Ich will los. Ich will Neues erleben, mutig sein und weitergehen. Wie er sagte, ich will Loslassenkönnen.

Doch auch die paar Gedanken: geht alles gut? Werd ich es schaffen? Werd ich lachend in den Straßen stehen und nicht um die Vergangenheit weinen?

"Nur Mut", flüsterst du. Und das Kribbeln im Bauch wird wieder stärken. Erstmal loslaufen, bevor man über das Fallen nachdenkt.