Letztens habe ich davon geträumt. Von dem schlamm-grünen T-Shirt. Ich glaube mich daran erinnern zu können, dass eine Möwe auf der Brust war. Eine kleine orangene Möwe.
Genau da macht es klick. Ich kenn das T-Shirt. Ich kenn die Marke, die Farbe. Es war vor anderthalb Jahren in Leipzig. Wir schlenderten damals an einem echt kalten Tag durch die Innenstadt, da haben wir den Laden entdeckt. Nachdem ich zwei Pullis anprobiert hatte, wechselten wir die Etage. Männerabteilung. Und ganz hinten lag auf einem Tisch ausgebreitet dieses T-Shirt. In Grün, Braun, Blau, Orange und was weiß ich nicht. Ich kenne das T-Shirt, weil er es sich damals gekauft hat. Weil ich sagte, er würde richtig toll darin aussehen. Ich mochte das Shirt und ihn. Jetzt mag ich dich und dein Shirt. Verrückt. Und doch blitzt es jetzt immer wieder vor mir auf, wenn ich in die Welt hinaus starre. Wie heute in meinem Seminar. Eine heftige Diskussion über Poplitertur, Christian Kracht und Faserland. Ich sah nur das gegenüberliegende Bücherregal, minutenlang. Oder eigentlich auch nicht, sah nur das Grün, dein Gesicht bei der Frage, ob ich meinen Kaffee mit Milch trinken möchte oder das Foto, was ich gefunden habe von 2011. Ich weiß nicht, warum du mich so fesselst.
Logge ich mich ein, blinkt kein Feld gefüllt mit deinen Worten auf. Nein, du schweigst. Nur meine Worten scheinen dir zu gefallen, "Mr. X gefällt dein Status", heißt es dann. Und eigentlich sollte mich das völlig kalt lassen. Kenne dich doch kaum, nur einen Abend lang. Ja, kenn ein paar Bilder von deinem früheren Ich. Paar Dinge, die du tust oder magst. Nichts, was mich besonders beeindruckt hätte. Spinner, würde ich dich nennen. Erwachsengewordener Spinner. Aber wer weiß, vielleicht seh ich dich bald wieder. Vielleicht stehst du wieder vor der Haustür, wenn ich mit Musik auf den Ohren die Treppe hinaufkomme. Vielleicht erzählst du mir von deinem neuen Zuhause oder öffnest mir mein nächstes Bier. Vielleicht öffnet sich eine neue Tür. Vielleicht, weil wir beide kurz daran gedacht haben. An dem Abend in der Bar, als unsere Blicke sich mitten im Raum trafen und wir beide Lächeln mussten. "...dabei wollte ich dich doch heute noch küssen.". Spinner.
Dienstag, 14. Januar 2014
Mittwoch, 8. Januar 2014
Barabend
Schleiche auf leisen Socken an die Tür heran. Seitdem ich sie offen stehen sehen habe, wurde das Essen auf dem Herd ganz ausgeblendet. Die Tür, diese offen stehende Tür lässt mich nicht los. Blinzele hinein und sehe die große Tasche am Fußende des Bettes. Die Bettdecke noch ganz zerknüllt, ein Buch neben dem Kissen. Als nach all dem Lauschen und Blinzeln kein Ton zu vernehmen ist, pack ich meinen ganzen Mut und geh hinein. Das eigentlich leere Zimmer voller Persönlichkeit. Das Buch interessiert mich und das tote Ipad daneben. Auf dem Weg dahin finde ich es, dein grünes T-Shirt von vorgestern Nacht. Lass es mir nicht nehmen, es zu berühren. Mit den Fingern kleine Dellen in den Stoff drücken. Beuge mich herunter. Aber da ist nur der Zigarettenrausch aus der Bar. Nichts was mich an dich erinnert. Doch blitzt das Bild vor mir auf, wie du über den Tresen gebeugt mich anlächelst und fragst, obs noch ein Bier sein darf. Klar. Und deine Bewunderung im Blick, als ich sagte, ich mag die Simpsons. "Magst du mich heiraten?", hast du gewitzelt. Ich guckte nur verblüfft, kannten uns doch gerade mal ein Bier lang. Leider hab ich all die anderen schönen Momente vergessen, Mr. Alkohol hat sie mir geklaut. Aber dein Lachen und deine leuchtenden Augen blieben hängen. Als ich kurz mit einem Freund im Flur stand und du hinterher zu mir meintest "Du hast wirklich gerade mit ihm rumgeknutscht? Schade, eigentlich wollte ich dich heute noch küssen". Der Satz flattert in mir, noch heute, zwei Tage später. Vielleicht weil ich dich vorhin noch einmal kurz gesehen habe, bevor dein Zug ging. Als du mir den Kaffee ausgabst und ich das Gefühl nicht los wurde, dass ich dich bald wiedersehen werde. Du nur deine große Reisetasche, die schon den ganzen Tag im Flur dein Abschied ankündigte, nahmst und ein "Tschüss" in den Raum warfst.
Sonntag, 5. Januar 2014
Worte an dich
Heute schreibe ich dir. Weil die Worte sich in meinem Kopf schon überschlagen und du mich regelmäßig so wütend machst. Aber ich weiß, ich darf dir gegenüber so etwas nicht zeigen. Du kannst damit nicht umgehen. Würdest wahrscheinlich denken, dass die ganze Welt böse und gemein ist und du dich noch mehr vor ihr schützen musst.
Weißt du eigentlich wie traurig es ist dich jedes mal zu treffen? Dein eingeigeltes Leben zwischen Büchern, DVD's und Videospielen, weil du irgendwie hoffst, die Zeit würde so schneller vergehen. Aber was kommt nach deinem Abwarten? Auf was verdammt wartest du? Darauf, dass Menschen dich vom Hocken reißen oder dich mit Nachrichten überschütten? Wer sollte sich denn melden, wenn nie jemand dich vor Gesicht bekommt, du nichts zu erzählen hast außer von deinem Unikram? Keiner mag immer nur Probleme hören. Niemand mag Alleinunterhalter für dich sein. Niemand mag von dir immer nur Ausreden hören, wenn wir dich doch mal zu was außerhalb deiner 4 Wände überreden wollen. Mittlerweile hast du nicht mal mehr Ausreden parat. "Kommst du mit - heute Abend Spieleabend! Hab auch schon Bescheid gegeben, kannst gerne mitkommen. Ich fahre, nehm unterwegs noch jemanden mit. Also Lust?" - Dein wahnsinnig sinnloses Wort "Nein". Punkt.
Traurig finde ich es, wenn du mir dann von den Jahren erzählst. Wie wild wir doch waren, wie verrückt. Wir verrückt? Wir saßen in der Schule und ich habe dich versucht vom Unterricht abzuhalten, weil mir langweilig war. Wo war da was Verrücktes? Was haben wir denn schon riskiert? Ja, ich einen Eintrag - du nichts. Gerade wir sollten jetzt nicht jammern, nicht von Vergangenheit reden - wir sind 20! Wir haben die verdammt geilsten Jahre gerade vor uns! Wir können alles tun! Ich plane gerade mein neues Tattoo und du freust dich auf... ja auf was denn? Auf die Tage, wenn ich wieder von meiner Uniwahlheimat komme und dein Leben um ein paar Stündchen bereichere. Aber was tun wir da? Ich komm zu dir, laber von allem möglichen Zeug, werf deinen Hackysack durchs Zimmer und kann die Minuten zählen, wenn ich erstmal weg bin, bis eine Sms von dir in mein Handy flattert. "Es war so dufte dich wieder zu sehen! Das waren wieder die schönsten Stunden meiner Woche... Wann sehen wir uns das nächste Mal?" - Irgendwann. Dann wenn ich wieder ausgenüchtert, halbwegs erholt bin und gerade mal nichts ansteht. Wenn mein Gewissen sagt, es ist Zeit für einen neuen Versuch dich aus deinen Mauern zu locken und dir zu zeigen, wie scheiße geil bunt die Welt sein kann!
Weißt du eigentlich wie traurig es ist dich jedes mal zu treffen? Dein eingeigeltes Leben zwischen Büchern, DVD's und Videospielen, weil du irgendwie hoffst, die Zeit würde so schneller vergehen. Aber was kommt nach deinem Abwarten? Auf was verdammt wartest du? Darauf, dass Menschen dich vom Hocken reißen oder dich mit Nachrichten überschütten? Wer sollte sich denn melden, wenn nie jemand dich vor Gesicht bekommt, du nichts zu erzählen hast außer von deinem Unikram? Keiner mag immer nur Probleme hören. Niemand mag Alleinunterhalter für dich sein. Niemand mag von dir immer nur Ausreden hören, wenn wir dich doch mal zu was außerhalb deiner 4 Wände überreden wollen. Mittlerweile hast du nicht mal mehr Ausreden parat. "Kommst du mit - heute Abend Spieleabend! Hab auch schon Bescheid gegeben, kannst gerne mitkommen. Ich fahre, nehm unterwegs noch jemanden mit. Also Lust?" - Dein wahnsinnig sinnloses Wort "Nein". Punkt.
Traurig finde ich es, wenn du mir dann von den Jahren erzählst. Wie wild wir doch waren, wie verrückt. Wir verrückt? Wir saßen in der Schule und ich habe dich versucht vom Unterricht abzuhalten, weil mir langweilig war. Wo war da was Verrücktes? Was haben wir denn schon riskiert? Ja, ich einen Eintrag - du nichts. Gerade wir sollten jetzt nicht jammern, nicht von Vergangenheit reden - wir sind 20! Wir haben die verdammt geilsten Jahre gerade vor uns! Wir können alles tun! Ich plane gerade mein neues Tattoo und du freust dich auf... ja auf was denn? Auf die Tage, wenn ich wieder von meiner Uniwahlheimat komme und dein Leben um ein paar Stündchen bereichere. Aber was tun wir da? Ich komm zu dir, laber von allem möglichen Zeug, werf deinen Hackysack durchs Zimmer und kann die Minuten zählen, wenn ich erstmal weg bin, bis eine Sms von dir in mein Handy flattert. "Es war so dufte dich wieder zu sehen! Das waren wieder die schönsten Stunden meiner Woche... Wann sehen wir uns das nächste Mal?" - Irgendwann. Dann wenn ich wieder ausgenüchtert, halbwegs erholt bin und gerade mal nichts ansteht. Wenn mein Gewissen sagt, es ist Zeit für einen neuen Versuch dich aus deinen Mauern zu locken und dir zu zeigen, wie scheiße geil bunt die Welt sein kann!
Sonntag, 15. Dezember 2013
Auf das Leben!
Sitzen in der Bar. Räuchermännchen. Gläser voller Martini, Cola-Wodka. Pfeffirunde. Eine nach der anderen. Wir lachen, witzeln herum, bis die Worte den Raum in eine behagliche Ruhe bringen. "Was war euer schönster Moment in diesem Jahr?". Jeder wird still, die Köpfe senken sich. Der schönste? Oh man. Lege meinen Kopf auf meine Arme. Gehe das Jahr ab. Was war das Tollste?
Mir kommen Bilder in den Kopf. Kein einzelner Moment, eher eine Aneinanderreihung von einem Abend. Seine warmen Arme schlossen sich um meine Taille, bekämpften alles - Kälte, Sorgen, Schwäche. Plötzlich schwang ich oben in den Lüften. Nur seine leuchtenden Augen im Laternenlicht auf der einsamen Straße. Ich sah hinunter in den schönsten Sonnenschein und fühlte mich so frei und glücklich, wie schon lange nicht mehr. Es gab nichts anderes. Nur uns beide, im Laternenlicht. Ich in seinem Armen, mit den Füßen in der Lüft. Oder seine warme Hand in meiner, als wir nach unserem heimlichen Verschwinden uns wieder zurückschlichen. Irgendwie kommt es mir als erstes in den Sinn, vielleicht weil ich da das erste Mal nicht hinterher trauerte, sondern mich auf das freute, was noch alles vor mir lag. Der Schalter knipste um.
Oder der Moment, als ich sie endlich wieder in die Arme schließen konnte, und es war, als wären nie tausende von Kilometern zwischen uns gewesen. Es war besonders, ich fühlte mich so lebendig, vollkommen und glücklich. Wir lachten, redeten in Ellipsen und jeder verstand den Anderen, wir brauchten keine Worte. Wir brauchten uns. Und innerhalb von fünf Minuten sprachen wir Dinge aus, die uns seit einem halben Jahr auf der Seele brannten. Wir waren wieder komplett. ...während ich das schreibe, freue ich mich wahnsinnig auf Weihnachten. Auf sie. Und die Liebe.
Oder der Moment, als ich zusah wie meine Kinder ihre eigenen Bahnen zogen. Wie der kleine Mann ins Wasser sprang, untertauchte, das Wasser aus dem Gesicht wischte und lachte. Der Kleine, der mit vier fast an Krebs gestorben wäre, der der heute noch die Spuren der Chemo auf seinem Körper trägt. Und die Mutti, die mit der kleine Schwester und ihrem Teddy am Beckenrand stand und nicht meckerte, weil er irgendwas falsch machte, sondern sich einfach nur freute. Sie lachte übers ganze Gesicht, sie hatte verstanden, dass es nich um Druck, Fähigkeiten oder Wettkampf geht, sondern ihren kleine Jungen, der lebt und für einige ganz selbstverständliche Dinge tun kann. Der lacht, weint, spielt und springt. Wenn ich heute daran zurückdenke, werd ich traurig und glücklich. Daniel hatte so eine Lebensfreude, sein ganzes spannendes Leben noch vor sich und ich freue mich für ihn, seine Familie und alle, die ihn noch kennenlernen können.
Wie soll ich nun entscheiden, was der schönste Moment war? Es gab so viele, und viele viele mehr, die ich wohl gerade im Moment vergessen habe. Ich sage einfach: "Es war ein wunderschönes, beeindruckendes Jahr für mich." Und das war es. Ich habe so viel gelernt, so viel kennengelernt und bin mega gespannt, was 2014 alles bereit hält. Auf das Leben!
Mir kommen Bilder in den Kopf. Kein einzelner Moment, eher eine Aneinanderreihung von einem Abend. Seine warmen Arme schlossen sich um meine Taille, bekämpften alles - Kälte, Sorgen, Schwäche. Plötzlich schwang ich oben in den Lüften. Nur seine leuchtenden Augen im Laternenlicht auf der einsamen Straße. Ich sah hinunter in den schönsten Sonnenschein und fühlte mich so frei und glücklich, wie schon lange nicht mehr. Es gab nichts anderes. Nur uns beide, im Laternenlicht. Ich in seinem Armen, mit den Füßen in der Lüft. Oder seine warme Hand in meiner, als wir nach unserem heimlichen Verschwinden uns wieder zurückschlichen. Irgendwie kommt es mir als erstes in den Sinn, vielleicht weil ich da das erste Mal nicht hinterher trauerte, sondern mich auf das freute, was noch alles vor mir lag. Der Schalter knipste um.
Oder der Moment, als ich sie endlich wieder in die Arme schließen konnte, und es war, als wären nie tausende von Kilometern zwischen uns gewesen. Es war besonders, ich fühlte mich so lebendig, vollkommen und glücklich. Wir lachten, redeten in Ellipsen und jeder verstand den Anderen, wir brauchten keine Worte. Wir brauchten uns. Und innerhalb von fünf Minuten sprachen wir Dinge aus, die uns seit einem halben Jahr auf der Seele brannten. Wir waren wieder komplett. ...während ich das schreibe, freue ich mich wahnsinnig auf Weihnachten. Auf sie. Und die Liebe.
Oder der Moment, als ich zusah wie meine Kinder ihre eigenen Bahnen zogen. Wie der kleine Mann ins Wasser sprang, untertauchte, das Wasser aus dem Gesicht wischte und lachte. Der Kleine, der mit vier fast an Krebs gestorben wäre, der der heute noch die Spuren der Chemo auf seinem Körper trägt. Und die Mutti, die mit der kleine Schwester und ihrem Teddy am Beckenrand stand und nicht meckerte, weil er irgendwas falsch machte, sondern sich einfach nur freute. Sie lachte übers ganze Gesicht, sie hatte verstanden, dass es nich um Druck, Fähigkeiten oder Wettkampf geht, sondern ihren kleine Jungen, der lebt und für einige ganz selbstverständliche Dinge tun kann. Der lacht, weint, spielt und springt. Wenn ich heute daran zurückdenke, werd ich traurig und glücklich. Daniel hatte so eine Lebensfreude, sein ganzes spannendes Leben noch vor sich und ich freue mich für ihn, seine Familie und alle, die ihn noch kennenlernen können.
Wie soll ich nun entscheiden, was der schönste Moment war? Es gab so viele, und viele viele mehr, die ich wohl gerade im Moment vergessen habe. Ich sage einfach: "Es war ein wunderschönes, beeindruckendes Jahr für mich." Und das war es. Ich habe so viel gelernt, so viel kennengelernt und bin mega gespannt, was 2014 alles bereit hält. Auf das Leben!
Märchen
Wir denken uns Märchen aus. Wie es wäre, wenn man sich wieder sieht. Wie es ist, wenn man die Tür öffnet und der eine Mensch einen das schönste Lächeln schenkt und tief in die Arme schließt. Wir legen uns Worte zurecht, um sie am Ende nie so zu sagen. Wir denken sie, wieder und wieder, malen es alles in rosarot goldig aus um es dann auf später... irgendwann... oder nie zuverlegen. Weil wir dann dastehen, den Mund nicht aufbekommen oder der Moment sich nicht ergibt. "Jetzt besser nicht!", denken wir. Flüchten in die Ungewissheit. Lieber gar nichts sagen, als verletzt zu werden. Lieber hoffen, als die bittersüße Gewissheit zu haben. Lieber den Kopf hoch in den Wolken, als tief im Sand vergraben. Was wäre das für eine Welt, wenn jeder seine Märchenwelten ausleben würde?
Und dann sitze ich wieder tief in den Sitz gekuschelt. Lehne meinen Kopf an die kalte Scheibe und beobachte die vorbeifliegenden Lichter. Sehe die munteren Augen, die jede Bewegung begleiten, jeden Blick aufnehmen, speichern und sich wochenlang daran erwärmen werden. Sehe die müden Finger, die sich langsam in die eine Richtung bewegen um im letzten Moment zurückzuzucken. Oder das gefälschte Lächeln, was den Schmerz tief in den Grübchen versteckt. Scheiße, warum machen wir uns eigentlich alle was vor?
Und dann sitze ich wieder tief in den Sitz gekuschelt. Lehne meinen Kopf an die kalte Scheibe und beobachte die vorbeifliegenden Lichter. Sehe die munteren Augen, die jede Bewegung begleiten, jeden Blick aufnehmen, speichern und sich wochenlang daran erwärmen werden. Sehe die müden Finger, die sich langsam in die eine Richtung bewegen um im letzten Moment zurückzuzucken. Oder das gefälschte Lächeln, was den Schmerz tief in den Grübchen versteckt. Scheiße, warum machen wir uns eigentlich alle was vor?
Dienstag, 10. Dezember 2013
Meine Jahresbilanz
Meine eigene Jahresbilanz. Nun, ein Jahr ist wieder rum. Wir packen verstaubte Räuchermännchen aus, hänger Lichterketten auf und warte nur darauf ins Kaufhaus zu rennen um die tollsten der tollen Geschenke zu besorgen. Ein Jahr ist rum. Nur was war eigentlich los?
Es begann damit, dass ich noch recht frisch getrennt, mich irgendwann ins nächste Abenteuer stürzte. War auch schwer zu widerstehen, wenn man den ganzen lieben langen Tag hübsche durchtrainierte Schwimmer um sich herum hat. Meine Arbeit hat gefetzt, mich ordentlich ausgelastet, aber auch noch Platz für ein neues Risiko gelassen. Also los gings. Jedes freie Wochenende und einen Tag in der Woche im fremden Bett verbracht. Es kribbelte nur so überall, aber schnell verflog die Leichtigkeit und ich machte mich auf die Landung bereit. Oh ja, und die kam schnell. Und ja, auch sehr hart. Nur nachdenken konnte ich eigentlich gar nich so recht, hatte gerade zu dir Zeit Seminar. Eine Woche lang wieder mit Geichgesinnten durch die Halle gestriezt werden, über Problemkinder sich auslassen, Strategien entwickeln und sich selbst verausgaben. War gut. Zum Glück fielen mir keine Ausreden ein, da nicht Kopf und Kragen zu riskieren.
Und ja, dann lief das Jahr so weiter. Kinder in der Schwimmhalle nervten, strahlten, machten mich nass oder brachten mich zum Lachen. Sowie der beste Kollege, den man nur in so einen Alltag haben kann. Gemeinsam nichts machen, bis der Chef vorbeischaute oder ein Kontrollanruf kam. Oh man, was gibts besseres als die Beine hochzulegen und sich erstmal Pizza ins Büro liefern zu lassen? Klar, schöne Zeiten kommen und gehen, und auch das Pizzaessen fand seinen Ausgleich, wenn man mal wieder bis sonst irgendwann arbeiten musste. Oder zwei Wochen am Stück durcharbeiten durfte, weil wieder ein Wettkampf anstand.
Okay, weiter in der Jahresbilanz. Neben Arbeit gabs natürlich noch das Vergnügen. Irgendwie war ich kurz meinen Interessen entrutscht. Lieber schickimicki Ausgehen und in teueren Clubs feiern, als irgendwo zu kickern und Bier zu trinken. Aber zum Glück bekam ich die Kurve. Und so landete ich wieder wohlbehalten in den Armen meiner Freunde, die mich auch gleich zur Reich & Schön entführten. Mega!
Irgendwie verflog dann die Zeit, mit viel zu vielen Gedanken im Kopf. Aber hey, das mag ich jetzt lieber nicht lang und breit ausbreiten. Seelenstriptease folgt ein andermal.
Aber das muss noch rein: Scheiße war das ein geiles spannendes Jahr! Und ja, es endet hoffentlich genauso spannend und mit Kribbeln im Bauch wie letztes Jahr. Und ja verdammt, ich glaub noch dran!
Bereiste Länder: 1
Besuchte Festivals: 3
Gebrochene Herzen (passiv): 2
Gebrochene Herzen (aktiv): 5
Liebschaften: 4
Küsse: 100-200 ?
Neue Freunde fürs Leben:8
Wiederaufgetauchte Freunde: 3
Besuchte Hochzeiten: 0
Verbrannte Essen: 5
Haarfarben: 2
Alter: 20
Krankenhausaufenthalte 2013: 0
Verpasste Seminare/ Vorlesungen: 15?
Verpasste Chancen: 3
Gekaufte Schuhpaare: 3
Gelesene Bücher: +-10
Sorgen: 3-5
Es begann damit, dass ich noch recht frisch getrennt, mich irgendwann ins nächste Abenteuer stürzte. War auch schwer zu widerstehen, wenn man den ganzen lieben langen Tag hübsche durchtrainierte Schwimmer um sich herum hat. Meine Arbeit hat gefetzt, mich ordentlich ausgelastet, aber auch noch Platz für ein neues Risiko gelassen. Also los gings. Jedes freie Wochenende und einen Tag in der Woche im fremden Bett verbracht. Es kribbelte nur so überall, aber schnell verflog die Leichtigkeit und ich machte mich auf die Landung bereit. Oh ja, und die kam schnell. Und ja, auch sehr hart. Nur nachdenken konnte ich eigentlich gar nich so recht, hatte gerade zu dir Zeit Seminar. Eine Woche lang wieder mit Geichgesinnten durch die Halle gestriezt werden, über Problemkinder sich auslassen, Strategien entwickeln und sich selbst verausgaben. War gut. Zum Glück fielen mir keine Ausreden ein, da nicht Kopf und Kragen zu riskieren.
Und ja, dann lief das Jahr so weiter. Kinder in der Schwimmhalle nervten, strahlten, machten mich nass oder brachten mich zum Lachen. Sowie der beste Kollege, den man nur in so einen Alltag haben kann. Gemeinsam nichts machen, bis der Chef vorbeischaute oder ein Kontrollanruf kam. Oh man, was gibts besseres als die Beine hochzulegen und sich erstmal Pizza ins Büro liefern zu lassen? Klar, schöne Zeiten kommen und gehen, und auch das Pizzaessen fand seinen Ausgleich, wenn man mal wieder bis sonst irgendwann arbeiten musste. Oder zwei Wochen am Stück durcharbeiten durfte, weil wieder ein Wettkampf anstand.
Okay, weiter in der Jahresbilanz. Neben Arbeit gabs natürlich noch das Vergnügen. Irgendwie war ich kurz meinen Interessen entrutscht. Lieber schickimicki Ausgehen und in teueren Clubs feiern, als irgendwo zu kickern und Bier zu trinken. Aber zum Glück bekam ich die Kurve. Und so landete ich wieder wohlbehalten in den Armen meiner Freunde, die mich auch gleich zur Reich & Schön entführten. Mega!
Irgendwie verflog dann die Zeit, mit viel zu vielen Gedanken im Kopf. Aber hey, das mag ich jetzt lieber nicht lang und breit ausbreiten. Seelenstriptease folgt ein andermal.
Aber das muss noch rein: Scheiße war das ein geiles spannendes Jahr! Und ja, es endet hoffentlich genauso spannend und mit Kribbeln im Bauch wie letztes Jahr. Und ja verdammt, ich glaub noch dran!
Bereiste Länder: 1
Besuchte Festivals: 3
Gebrochene Herzen (passiv): 2
Gebrochene Herzen (aktiv): 5
Liebschaften: 4
Küsse: 100-200 ?
Neue Freunde fürs Leben:8
Wiederaufgetauchte Freunde: 3
Besuchte Hochzeiten: 0
Verbrannte Essen: 5
Haarfarben: 2
Alter: 20
Krankenhausaufenthalte 2013: 0
Verpasste Seminare/ Vorlesungen: 15?
Verpasste Chancen: 3
Gekaufte Schuhpaare: 3
Gelesene Bücher: +-10
Sorgen: 3-5
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Erinnerung
Das Schönste sind die Erinnerungen, die in uns schlummern. Ganz sanft und fest ruhen. Und dann einen kleinen Moment nur sind wir unachtsam, lassen unsere Deckung fallen - durch ein paar wenige Takte einer Melodie, eine Anordnung von Linien und Farben und die Eigenarten von Menschen, die uns sofort um zwei Jahre zurückwerfen können. Man blinzelt nur, und plötzlich steht man wieder da. Im Laternenlicht vor vielen Jahren, als wir uns in die Arme fielen. Oder einen Menschen nie vergessen machte, wo wir dachten, die Wege würden nun immer zweitausend Meilen auseinander liegen. Nur weil man es kurz aus den Augen verloren hat, ist es noch lange nicht verloren. Und erst recht nicht vergessen! Jeder Mensch, der in dir etwas hinterlässt, formt dich und wird dich immer begleiten.
Ich denk an dich. Heute an deinem Ehrentag. Alles Liebe meine beste Freundin, lebe dein Leben. Ich wünsch dir das allerbeste der Welt. Auf dich - und die Möglichkeit uns kennengelernt zu haben!
Ich denk an dich. Heute an deinem Ehrentag. Alles Liebe meine beste Freundin, lebe dein Leben. Ich wünsch dir das allerbeste der Welt. Auf dich - und die Möglichkeit uns kennengelernt zu haben!
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