Sonntag, 10. November 2013

Bärenfalle


Das Bild hat mich immer an dich erinnert.

Wenn ich dich wieder mal mir gefangen habe, ganz kurz. Bis du wieder weg musstest, schnell ins Leben. Bist eben ein beschäftigter Mann. Mit deinen großen Tatzen über meinen Rippenbogen gefahren bist, auf der Suche nach dem kitzeligen Punkt, der mich kampfunfähig gemacht hat. Wenn ich mich beruhigt zurück an deinen warmen Pelz gekuschelt habe.

Nur leider kann man dich nicht fangen. Nicht behalten, nicht festhalten. Du musst weiter, deine Instinkten folgen. Ich behalte nur das warme Gefühl der Nächte, die du hinterlassen hast, wenn du gegangen bist. Und nun verabschiede ich mich. Einen Bären kann man sich nicht halten, sagte meine Mama. Und dich kann ich nicht halten.

Mach's gut.

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