Im Wirrwarr der Welt tanzen wir auf den Straßen. Drehen uns, bis die Regentropfen von uns tropfen. "Es ist nicht alles Kunst, was glänzt!" schreien wir. Wieder und wieder. Fühle wie mein Atem immer schneller geht. Wir keuchen in die noch warme Nacht. Sind zwar müde, aber zu abenteuerlustig um unser Leben zu verschlafen. Möchte am liebsten, dass du da bist. Hier neben mir. Möchte mit dir trinken, bis unsere Köpfe betrunken taumeln. Möchte mit dir nachts nach Hause rennen, in dunklen Ecken stehen bleiben und rumknutschen, als wären wir wieder 15. Möchte mit dir laut die Treppe hochpoltern, ins Bett fallen, die Klamotten überall verlieren. Möchte in deinen Armen aufwachen und mir überlegen müssen, ob all das wirklich wahr ist. Möchte dich küssen, unter die Dusche ziehen und 15 Uhr frühstücken. Das ganze Bett vollkrümeln und beschließen erst wieder aufzustehen, wenn wir beschließen unser Leben mit den anderen zu teilen. Bis jetzt möcht ich nicht teilen. Ich möchte dich. Neben mir, Hand in Hand.
Oder dir manchmal in den Arschtreten. Weil du nix verstehst.
Samstag, 26. Oktober 2013
Freitag, 25. Oktober 2013
Mittwoch, 23. Oktober 2013
Zuckerwattenromantik
Schreibe das Datum auf meine Mitschrift über Pilgerwege, Heilige und Reliquien. Ganz klein nur an die Seite, hinter die dicke graue Linie. Wippe auf meinem hölzernen Stuhl im alten Hörsaal. Kann es sein? Kann es wirklich sein, dass heute der 23. ist? Hat er sich wirklich so angeschlichen?
Vor ein paar Wochen habe ich noch überlegt tiefgründige, klug gewählte Worte auf ein Stück Papier zu kritzeln. Sie sollten heute ankommen, in deinem Briefkasten. Du solltest aufstutzen, wer dir denn schreibt. Du solltest den Brief schon im Treppenhaus öffnen, aus Neugier heraus. Du solltest dich in deinen roten Sessel fallen lassen und gedankenverloren die Zeilen lesen.
Doch dann kam das Leben. Und das Leben... Ja es lebt inzwischen ohne die pausenlosen Gedanken an dich. Nur noch ganz selten schleicht sich dein Name in meinen Kopf. Bei Engelsdorfhausen. Oder diesen klitzekleinen Momenten. Und ich bin mir sicher, dir geht es ganz ähnlich. Das Leben ist es, was jetzt zwischen uns steht.
Und heute ist er schon da, der 23. Heute vor vier Jahren. Heute vor vier Jahren liefen wir im Laternenlicht vom Bahnhof zu dem schwarzen Audi. Versteckten uns in unseren übergroßen Sesseln hinter Schüchternheit und das was man "Sich hingezogen fühlen" nennt. Und ich habe auch heute noch die Kinokarte dazu. Irgendwann war der Mut groß genug. Und ich habe meine Hand in deine und mein Herz in deine Brust geschoben. Es gibt noch so viele Erinnerungen an diesen Tag. Sie sind feinsäuberlich in meinem Kopf eingeklebt, mit ganz viel rosa Zuckerwatte, damit sie sich auch nie herauslösen. Süß und klebrig. Oder das Frühstück in dem kleinen französischen Café. Ich bekam keinen Bissen herunter. Die Schmetterlinge in meinem Bauch flogen nur so. Was ist mit denen eigentlich passiert in den drei Jahren?
Es ist verrückt. Irgendwann war der Tag einfach unserer. Und ich weiß, bald werden wir ihn ganz vergessen haben. Irgendwo verloren hinter dem, was wir nun alles erleben. Verloren an das, was man Leben nennt.
Ich möchte nur, dass du weißt, ich denk an dich.
Was auch immer passiert, es war und ist unsere Geschichte.
Montag, 21. Oktober 2013
Punkt, Punkt, Komma, Strich
Überlegst kurz. Ziehst deine Lippe zu seinem schmalen Strich zusammen und hältst inne. Anstatt von einem Herzen malst du zwei Punkte aufs Papier. Ich nehme den Stift, der in deiner Hand ruht, und male ohne zu überlegen eine große gebogene Linie dazu. Deine Stirn runzelt sich. Dann blicken wir beide auf. Uns an. Und lachen. Ja, verdammt, das ist es!
Sonntag, 20. Oktober 2013
Night
Streust Salz in die Wunde, wo keine war. Streichelst über unsere Narben. Lachst im Affenzahn über uns, weil wir das sind, was du wolltest und ich nie. Streifst dein T-Shirt ab und nimmst meine Hand in deine. Fest. Für heute Nacht. Und die nächsten Wochen, ohne zu wissen, wohin wir eigentlich gehen. Ob wir überhaupt gehen. Wir können auch stehen. Dicht nebeneinander, ohne einander festzuhalten.
Freitag, 18. Oktober 2013
Regenmädchen
Regenmädchen
Du bist ein Regenmädchen, ziehst den Regen magisch an, immer auf der Suche, niemals angekommen.
Routine.Exzesse.Regentage.Wochenende, es ist spät. Der Sommer ein verblasstes Souvenir. Zusammen mit den Freundinnen aus der Uni. Kleine Altbauwohnung, knarzende Dielen, Schwarz-Weiß-Fotografien an den Wänden. Dein Glück suchst du in Alkohol und Zigaretten, irgendwer hat Gras mitgebracht. Zwei Dutzend Fotos mit dem Smartphone. Zelebrierst die Fragmente deiner Jugend. Freitagnachts fällt alles leichter. Weißwein benetzt die Lippen, unbestimmte Traurigkeit das Herz. Du bist ein Regenmädchen, ziehst den Regen magisch an, immer auf der Suche, niemals angekommen. An manchen Tagen scheint alles wie ein fauler Kompromiss. Doch heute Abend, da weißt du wohin: Angesagte Party ist diesem neuen Club. Du weißt von ein paar Jungs aus deiner Vorlesung, dass sie auch da sein werden. Die Großstadt ist am Wochenende ein Dorf, das hast du schon früh einsehen müssen. Ein letzter Blick in den Spiegel, ein letzter Schluck aus dem Glas. Haare schwarz wie Ebenholz, Lippen rot wie Blut. Die Jagd kann beginnen.
Routine.
Exzesse.
Regentage.
In der Bahn. Freitagnachts sind alle Menschen schöner. Lachende Gesichter überall. Du spürst, wie der Alkohol in deinen Adern zirkuliert. Dein Herz schlägt unmerklich schneller. Ein erster Flirt kurz vor dem Aussteigen. Deine Handynummer? Nicht jetzt schon. Wenigstens Facebook? Kopfschütteln und ein flüchtiger Kussmund zum Abschied. Kleine Kriege um Bedeutsamkeit. Dann zweihundert Meter zu Fuß. Kurz vorher hörst du schon den Bass, der aus dem Keller dringt. Du und er, alte Bekannte. Die Schlange bestimmt zehn Meter lang. Am Eingang tauschst du acht Euro gegen große Erwartungen. Mantel und Erinnerungen an der Garderobe abgelegt, die Treppe hinunter, hinein in die Menschenmenge. Der Geruch von Schweiß und Alkohol. Hier fühlst du dich zuhause. Lässt dich gehen, lässt los. Gedankenverloren tanzend, ein Drink folgt auf den nächsten. Ziehst die Blicke auf dich, sammelst Fantasien. Gibst die Unnahbare und suchst doch nur Nähe.
Routine.
Exzesse.
Regentage.
Mehr Torkeln als Tanzen, wieder den Absprung verpasst. Freitagnachts sind alle Katzen blau. Deine Schönheit ist nur Maskerade. Hörst immer, dass du zu gut bist, aber nie gut genug. Wo kommen nur all die Zweifel her? Deine Freundinnen kannst du nicht mehr finden. Aber der eine Typ ist immer noch da und bemüht sich um dich. Hat bestimmt schon dreißig Euro in dich investiert. Volltrottel, denkst du. Und dann begleitest du ihn. In irgendeine WG dieser Stadt. Sollst wieder leise sein, weil irgendein Mitbewohner noch schläft und früh raus muss, Hausarbeit und so. Siehst wieder irgendein unaufgeräumtes Fünfzehn-Quadratmeter-Zimmer, kalter Rauch klebt an den Wänden, Klamotten in der Ecke, der Boden voller Zeitschriften, leerer Kaffeetassen und Aschenbecher. Wieder irgendein Bett, das so seltsam unvertraut riecht. Wieder ein Kuss, der so fad und austauschbar schmeckt, ungestüme Hände erkunden deinen Körper. Und dann fickt ihr. Und in diesem Moment, als er in dich eindringt, da fühlt sich die Leere in dir so unglaublich präsent an, so nah, so da, dass du das Gefühl hast, dich jeden Moment auflösen zu müssen. Aber nichts passiert. Nur sein Stöhnen hörst du und er küsst dich und du bist still und das Bett knarzt und ihr fickt weiter. Und er kommt. Und fragt, ob er dich noch fingern soll, „damit du auch auf deine Kosten kommst“ und streift das Kondom von seinem schlaffen Schwanz. Du schüttelst nur den Kopf, stehst auf und suchst deine Sachen zusammen. Ob du nicht noch auf eine Zigarette bleiben willst, fragt er und ob du ihm deine Nummer gibst, aber das hörst du gar nicht mehr, denn du bist schon zur Tür hinaus. Der Morgenhimmel so grau wie deine Stimmung, another wasted night, another wasted life. Der Regen jetzt in dir. Du sitzt in der Bahn und weinst. Aber du weinst so, dass es keiner sieht, so wie du immer weinst. Du weinst nach innen. Und die Tränen fließen deine Kehle hinunter und fallen in den tiefdunklen Abgrund in deinem Bauch und dann ist sie wieder da, diese unendliche Leere und es würde dich nicht wundern, wenn in dir genau jetzt ein schwarzes Loch entsteht, das die verdammte Bahn und die verdammte Stadt mit all ihren Sorgen und Ängsten schluckt. Doch nichts passiert. Und dann schläfst du ein, weil du zu betrunken und kraftlos bist, um weiter zu weinen und wachst erst auf, als dich jemand an der Schulter berührt.
„Hey“, hörst du eine Männerstimme.
Du denkst Oh nein und blinzelst und öffnest die Augen und bemerkst, dass die Sonne durch die Wolkendecke gebrochen ist und warme Strahlen auf dein Gesicht wirft. Und dann denkst du Oh ja.
„Ich beobachte dich seit über einer Stunde. Ich schätze, du hast deine Station verpasst, weil wir schon an der Endhaltestelle waren und jetzt wieder auf dem Rückweg sind. Ich hätte eigentlich auch vor ner halben Stunde raus gemusst, aber ich hab dich da so ganz alleine auf dem Vierer gesehen und du sahst so verloren und so wunderschön und so unglaublich traurig aus. Alles zur gleichen Zeit. Und ich finde, dass jemand wie du nicht traurig aussehen sollte. Seit du eingestiegen bist, überlege ich mir, wie ich dich anspreche.“
Du lächelst schief und sagst nichts.
„Aber wahrscheinlich gibt es keinen besonders charmanten Weg, ein schlafendes Mädchen anzusprechen. Und tatsächlich muss ich jetzt auch raus, meine Mutter hat heute Geburtstag und ich muss noch ein Geschenk kaufen und meinen Bruder abholen und so weiter. Weißt du was, ich hab dir einfach mal meine Nummer aufgeschrieben und würde mich wahnsinnig freuen, wenn du dich irgendwann mal meldest.“
Die Bahn hält und der Unbekannte drückt dir einen Zettel in die Hand.
„Ich bin Jonas. Steht aber auch darauf. Also dann. Bis bald. Und Kopf hoch!“
Du schaust ihm beim Aussteigen hinterher und lächelst immer noch. Mit großen Schritten nimmt er die Treppenstufen am Gleis und scheint so schnell wieder verschwunden zu sein, wie er gekommen ist. Die Bahn fährt weiter, das Sonnenlicht bricht sich in den zerkratzten Scheiben und der Stadtverkehr zieht an dir vorbei, Leute eilen zum Bäcker oder sonst wohin. Du musterst das Stück Papier in deiner Hand und speicherst die Nummer in deinem Handy. Dann tippst du ein einziges Wort und schickst es ab.
Danke.
gefunden auf: http://www.neon.de/artikel/fuehlen/erwachsen-werden/regenmaedchen/1072455
Montag, 14. Oktober 2013
Moment
... da ist er, dieser Moment, wenn du den Kühlschrank öffnest, traurig dein leeres Fach begutachtest und gerade wenn du zumachen willst, diesen mega geilen Schokopudding siehst! Der nicht dir gehört. Mist.
Sonntag, 13. Oktober 2013
Sonntag
Wir schreiben die Worte kursiv. Mit einem fetten Punkt dahinter. Wir sind uns sicher, dass wir unsicher sind. Es tut gut mit dir zu reden. Worte zu sagen, die längst überfällig waren. Es tut gut zu spüren, dass du da bist, auch wenn du unsichtbar bist.
In manchen Momenten mag ich dich hauen. Gegen dein Brust trommeln und dir zeigen, dass es so nicht geht. Dass es so viele Sachen gibt, mit denen du mich wahnsinnig machst.
Deine Haare durchwuscheln meine Haare, fange deine Hände, die du knapp über meinen Kopf fangbar hältst. Genau in dem Moment lachst du jedes Mal auf. Wartest darauf, dass ich deine gefangenen Fäuste loslasse, damit du weiter gegen mich kämpfen kannst. Und wir fangen uns. Und wissen beide, wie es weitergeht, ohne zuzugeben, dass wir es wissen.
In manchen Momenten mag ich dich hauen. Gegen dein Brust trommeln und dir zeigen, dass es so nicht geht. Dass es so viele Sachen gibt, mit denen du mich wahnsinnig machst.
Deine Haare durchwuscheln meine Haare, fange deine Hände, die du knapp über meinen Kopf fangbar hältst. Genau in dem Moment lachst du jedes Mal auf. Wartest darauf, dass ich deine gefangenen Fäuste loslasse, damit du weiter gegen mich kämpfen kannst. Und wir fangen uns. Und wissen beide, wie es weitergeht, ohne zuzugeben, dass wir es wissen.
Samstag, 12. Oktober 2013
Nächtevertreiber
Nächte sind zum Schlafen da. Eindeutig. Nach um 2 Uhr allein im Bett sitzen bringt nichts Gutes. Nie. Man sollte sich hinlegen, die Augen schließen und den Kopf ausschalten. Aber dann liegt man da und nichts passiert.
Nächte sind zum Schlafen da. Nicht zum Fragen, ob man doch hätte antworten sollen. Ob man hätte einfach mutiger sein sollen. Ob man hätte jetzt woanders sein können.
Nächte sind zum Schlafen da. Besonders wenn man vorher wie wild getanzt hat. Man gelebt hat zwischen all den tollen Menschen und den noch besseren Momenten. Zwischen den Tönen, die man einfach mitgrölen und leben muss.
Nächte sind zum Schlafen da. Auch mal ohne dich, um meinen Stolz zu behalten. Um zu zeigen, dass jeder Spielregeln hat, an die man sich halten muss, wenn jemand einem wichtig ist. Oder eben nicht.
Nächte sind zum Schlafen da. Verdammt. Licht aus. Übergroßes T-Shirt an und Augen zu. Auf in den Kampf mit mir und dem unausschaltbarem Kopf.
Nächte sind zum Schlafen da. Nicht zum Fragen, ob man doch hätte antworten sollen. Ob man hätte einfach mutiger sein sollen. Ob man hätte jetzt woanders sein können.
Nächte sind zum Schlafen da. Besonders wenn man vorher wie wild getanzt hat. Man gelebt hat zwischen all den tollen Menschen und den noch besseren Momenten. Zwischen den Tönen, die man einfach mitgrölen und leben muss.
Nächte sind zum Schlafen da. Auch mal ohne dich, um meinen Stolz zu behalten. Um zu zeigen, dass jeder Spielregeln hat, an die man sich halten muss, wenn jemand einem wichtig ist. Oder eben nicht.
Nächte sind zum Schlafen da. Verdammt. Licht aus. Übergroßes T-Shirt an und Augen zu. Auf in den Kampf mit mir und dem unausschaltbarem Kopf.
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Vegankuchenparty
Casper drohnt. 14:55. Keine Uni, keine Verpflichtungen. Wollte nur mir ein Rezept raussuchen. Schon wieder vergessen. Gebe "veganer Kuchen" in die Suchmaschine ein. Komm spuck mir ein einfaches Rezept raus, aber eins mit Zutaten, die ich auch irgendwo finde.
Gestern Nacht bummeln gewesen. Klingeln - reinspazieren - Freibier - Gequatsche und weiter. Irgendwann nachts heim. Großes Treffen im Fernsehzimmer. Von 10 sind immerhin 6 wieder da. 2 davon nicht mehr ansprechbar, aber immerhin eingetroffen. Schmieden Pläne für den nächsten Tag. "In der Mensa gibts morgen Burger!" - "Ich hab Bock auf Turm morgen! Kommt jemand mit?" - "Hab keine Uni, wollen wir Kuchen backen?" - Und schon stand der Plan. Müsste nur irgendwann damit anfangen. Aber ich bin schon bisschen stolz auf mich: mein Stundenplan steht endlich. Zwei Tage ausschlafen, ein Tag komplett frei. Tutorium nur aller zwei Wochen. Yeah. Studium kann nächste Woche nun richtig starten. Oder eher morgen mit der ersten Vorlesung...
So ich such mir nun ein Rezept. Oder auch nicht. Aber meine hungrigen Mitbewohner lungern schon in der Küche herum. "Wolltest du nicht...?" Jaja klar. Nur die Zeit drückt nicht.
Gestern Nacht bummeln gewesen. Klingeln - reinspazieren - Freibier - Gequatsche und weiter. Irgendwann nachts heim. Großes Treffen im Fernsehzimmer. Von 10 sind immerhin 6 wieder da. 2 davon nicht mehr ansprechbar, aber immerhin eingetroffen. Schmieden Pläne für den nächsten Tag. "In der Mensa gibts morgen Burger!" - "Ich hab Bock auf Turm morgen! Kommt jemand mit?" - "Hab keine Uni, wollen wir Kuchen backen?" - Und schon stand der Plan. Müsste nur irgendwann damit anfangen. Aber ich bin schon bisschen stolz auf mich: mein Stundenplan steht endlich. Zwei Tage ausschlafen, ein Tag komplett frei. Tutorium nur aller zwei Wochen. Yeah. Studium kann nächste Woche nun richtig starten. Oder eher morgen mit der ersten Vorlesung...
So ich such mir nun ein Rezept. Oder auch nicht. Aber meine hungrigen Mitbewohner lungern schon in der Küche herum. "Wolltest du nicht...?" Jaja klar. Nur die Zeit drückt nicht.
Montag, 7. Oktober 2013
Zuhause
Laufe zum Auto, hole den kleinen Kram heraus, der noch darin herumlungerte. Scheinwerferlicht und quitschende Reifen zeigen auf plötzlich auf mich. Laufe weiter. Scheibe herunter "Heeey!" - treffen uns vor der massiven Tür. Kippen raus, gibt mir Feuer, während seine Finger sich selber eine drehen. Wir lachen. Über Einziehen, Unischeiß und uns. "Und hast du dich schon eingelebt?" - "Na ich bin ja erst seit gestern da, aber ja, fühl mich hier schon wohl!" - "Schon nach einem Tag eingelebt, wohl neuer Rekord!". Lacht. Vergleichen Zimmergrößen, Sportlichkeit und unsere Art. Passt.
Schnappt sich seine Trainingstasche, läuft weiter, dreht sich herum und hält mir die Tür auf. "Komm neue Mitbewohnerin! Sehen wir uns gleich im Fernsehzimmer?"
Zuhause.
Schnappt sich seine Trainingstasche, läuft weiter, dreht sich herum und hält mir die Tür auf. "Komm neue Mitbewohnerin! Sehen wir uns gleich im Fernsehzimmer?"
Zuhause.
Sonntag, 6. Oktober 2013
Einzugsfremde
Kerzen schimmern, tauchen den weißen Raum in diesen warmen Ton. Eine fremde Welt in ein bisschen Gefühl. Doch noch starren sie mich an, diese hohen weißen Wände, die nicht zu mir passen. Werde morgen gleich losstapfen auf der Suche nach einem Ausgleich.
Stopfe die Schränke voll, stell die Pflanzen ans Fenster, bezieh mein Bett und kletter hinein. Hallo neues Zuhause, ich bin Kiwi. Werd dich füllen und Leben hineinschütten.
Zieh die Bettdecke hoch, kuschel mich rein und freue mich auf den nächsten Tag. Auf den neuen Abschnitt, auf das Abenteuer. Zum Glück bist du bei mir.
Stopfe die Schränke voll, stell die Pflanzen ans Fenster, bezieh mein Bett und kletter hinein. Hallo neues Zuhause, ich bin Kiwi. Werd dich füllen und Leben hineinschütten.
Zieh die Bettdecke hoch, kuschel mich rein und freue mich auf den nächsten Tag. Auf den neuen Abschnitt, auf das Abenteuer. Zum Glück bist du bei mir.
Freitag, 4. Oktober 2013
Fuck
Und plötzlich bleibt nichts mehr. Strömt davon in alte tiefe Löcher und lässt mich allein schlaflos in der Nacht zurück.
I.d.i.o.t!
Weil all die Hoffnung weichen muss. Weil du mir meinen Glaube an das Gute nimmst. Mach weiter. Nur ohne mich.
I.d.i.o.t!
Weil all die Hoffnung weichen muss. Weil du mir meinen Glaube an das Gute nimmst. Mach weiter. Nur ohne mich.
Dienstag, 1. Oktober 2013
Prinzenrolle
Ach wie war das? Der Prinz kommt angeritten, schnappt seine Prinzessin, küsst sie, nachdem er um sie gekämpft hat und weiß sofort, dass er sie für immer bei sich haben will. Und wieso genau hat mich noch kein Prinz entführt?
Es gab da eher einen Frosch, den man küssen musste, um festzustellen, dass auch das nur ein blödes Märchen ist. Frosch blieb Frosch.
Dann gab es da den Bösen. Der harte Kerl, der einen nur brauch um sich noch besser zu fühlen. Der zwar dann tapfer meine Hand hielt, aber mein Herz nicht berührte.
Es gab den Magier in meinem Leben. Der Typ, den man ewig schon kennen kann und trotzdem noch nicht alles weiß. Der sich immer zurücknimmt und wenn du es dann mal geschafft hast, dass er sich an sich heran lässt, deine Hand nie mehr loslassen will. Der dich einnimmt und deine Welt in eine komische eintönige Farbe taucht. Ohne Wunderland.
Und wenn ich es endlich geschafft hatte, an dieser Hand vorsichtig vorbeizugehen, stand da dieser Ritter. Glänzte in seiner Rüstung, zog mich auf sein Pferd, ritt mit mir in den Sonnenaufgang - nur was ist, wenn all das nicht dieses Glücksgefühl halten kann? Wenn irgendwann selbst der Sonnenaufgang langweilig und zeitlich begrenzt ist? Ja, ich stieg mutig ab. Wusste, dass auch die Rüstung nicht immer glänzt und der Ritter regelmäßig selber mit sich in den Krieg zog. Lief paar Schritte, schaute mich um, beobachte all die großen Wesen, wie sie ihr Leben leben. Ihre Heldenbrust nach vorgestreckt, damit auch jede (angehende) Prinzessin über diese fiel. Und sobald sie sich sicher fühlten, die Hand wegzogen, das Pferd in den Stall stellten und die Küsse auf andere verteilten.
Ja, ich habe beschlossen, mein Schema zu ändern. Wozu brauch eine selbstbewusste angehende Prinzessin schon einen Prinzen? Pfff. Ich brauch jemanden, der mich in den Arm nimmt. Der mir über den Rücken streichelt, während ich in seinen Armen schlafe. Ganz ohne Rüstung, ohne Pferd, Sonnenaufgang und mega Herzen zwischen uns. Jemand, der ehrlich ist. Dazu steht, was er tut. Sagt, was er zu sagen hat und ein Mädchen bei sich haben mag, welches ihm zärtlich einen Kuss auf die Wange drückt, seine Hand nimmt und nicht gleich loslässt.
Abonnieren
Kommentare (Atom)



