Sitzen in der Bar. Räuchermännchen. Gläser voller Martini, Cola-Wodka. Pfeffirunde. Eine nach der anderen. Wir lachen, witzeln herum, bis die Worte den Raum in eine behagliche Ruhe bringen. "Was war euer schönster Moment in diesem Jahr?". Jeder wird still, die Köpfe senken sich. Der schönste? Oh man. Lege meinen Kopf auf meine Arme. Gehe das Jahr ab. Was war das Tollste?
Mir kommen Bilder in den Kopf. Kein einzelner Moment, eher eine Aneinanderreihung von einem Abend. Seine warmen Arme schlossen sich um meine Taille, bekämpften alles - Kälte, Sorgen, Schwäche. Plötzlich schwang ich oben in den Lüften. Nur seine leuchtenden Augen im Laternenlicht auf der einsamen Straße. Ich sah hinunter in den schönsten Sonnenschein und fühlte mich so frei und glücklich, wie schon lange nicht mehr. Es gab nichts anderes. Nur uns beide, im Laternenlicht. Ich in seinem Armen, mit den Füßen in der Lüft. Oder seine warme Hand in meiner, als wir nach unserem heimlichen Verschwinden uns wieder zurückschlichen. Irgendwie kommt es mir als erstes in den Sinn, vielleicht weil ich da das erste Mal nicht hinterher trauerte, sondern mich auf das freute, was noch alles vor mir lag. Der Schalter knipste um.
Oder der Moment, als ich sie endlich wieder in die Arme schließen konnte, und es war, als wären nie tausende von Kilometern zwischen uns gewesen. Es war besonders, ich fühlte mich so lebendig, vollkommen und glücklich. Wir lachten, redeten in Ellipsen und jeder verstand den Anderen, wir brauchten keine Worte. Wir brauchten uns. Und innerhalb von fünf Minuten sprachen wir Dinge aus, die uns seit einem halben Jahr auf der Seele brannten. Wir waren wieder komplett. ...während ich das schreibe, freue ich mich wahnsinnig auf Weihnachten. Auf sie. Und die Liebe.
Oder der Moment, als ich zusah wie meine Kinder ihre eigenen Bahnen zogen. Wie der kleine Mann ins Wasser sprang, untertauchte, das Wasser aus dem Gesicht wischte und lachte. Der Kleine, der mit vier fast an Krebs gestorben wäre, der der heute noch die Spuren der Chemo auf seinem Körper trägt. Und die Mutti, die mit der kleine Schwester und ihrem Teddy am Beckenrand stand und nicht meckerte, weil er irgendwas falsch machte, sondern sich einfach nur freute. Sie lachte übers ganze Gesicht, sie hatte verstanden, dass es nich um Druck, Fähigkeiten oder Wettkampf geht, sondern ihren kleine Jungen, der lebt und für einige ganz selbstverständliche Dinge tun kann. Der lacht, weint, spielt und springt. Wenn ich heute daran zurückdenke, werd ich traurig und glücklich. Daniel hatte so eine Lebensfreude, sein ganzes spannendes Leben noch vor sich und ich freue mich für ihn, seine Familie und alle, die ihn noch kennenlernen können.
Wie soll ich nun entscheiden, was der schönste Moment war? Es gab so viele, und viele viele mehr, die ich wohl gerade im Moment vergessen habe. Ich sage einfach: "Es war ein wunderschönes, beeindruckendes Jahr für mich." Und das war es. Ich habe so viel gelernt, so viel kennengelernt und bin mega gespannt, was 2014 alles bereit hält. Auf das Leben!
Sonntag, 15. Dezember 2013
Märchen
Wir denken uns Märchen aus. Wie es wäre, wenn man sich wieder sieht. Wie es ist, wenn man die Tür öffnet und der eine Mensch einen das schönste Lächeln schenkt und tief in die Arme schließt. Wir legen uns Worte zurecht, um sie am Ende nie so zu sagen. Wir denken sie, wieder und wieder, malen es alles in rosarot goldig aus um es dann auf später... irgendwann... oder nie zuverlegen. Weil wir dann dastehen, den Mund nicht aufbekommen oder der Moment sich nicht ergibt. "Jetzt besser nicht!", denken wir. Flüchten in die Ungewissheit. Lieber gar nichts sagen, als verletzt zu werden. Lieber hoffen, als die bittersüße Gewissheit zu haben. Lieber den Kopf hoch in den Wolken, als tief im Sand vergraben. Was wäre das für eine Welt, wenn jeder seine Märchenwelten ausleben würde?
Und dann sitze ich wieder tief in den Sitz gekuschelt. Lehne meinen Kopf an die kalte Scheibe und beobachte die vorbeifliegenden Lichter. Sehe die munteren Augen, die jede Bewegung begleiten, jeden Blick aufnehmen, speichern und sich wochenlang daran erwärmen werden. Sehe die müden Finger, die sich langsam in die eine Richtung bewegen um im letzten Moment zurückzuzucken. Oder das gefälschte Lächeln, was den Schmerz tief in den Grübchen versteckt. Scheiße, warum machen wir uns eigentlich alle was vor?
Und dann sitze ich wieder tief in den Sitz gekuschelt. Lehne meinen Kopf an die kalte Scheibe und beobachte die vorbeifliegenden Lichter. Sehe die munteren Augen, die jede Bewegung begleiten, jeden Blick aufnehmen, speichern und sich wochenlang daran erwärmen werden. Sehe die müden Finger, die sich langsam in die eine Richtung bewegen um im letzten Moment zurückzuzucken. Oder das gefälschte Lächeln, was den Schmerz tief in den Grübchen versteckt. Scheiße, warum machen wir uns eigentlich alle was vor?
Dienstag, 10. Dezember 2013
Meine Jahresbilanz
Meine eigene Jahresbilanz. Nun, ein Jahr ist wieder rum. Wir packen verstaubte Räuchermännchen aus, hänger Lichterketten auf und warte nur darauf ins Kaufhaus zu rennen um die tollsten der tollen Geschenke zu besorgen. Ein Jahr ist rum. Nur was war eigentlich los?
Es begann damit, dass ich noch recht frisch getrennt, mich irgendwann ins nächste Abenteuer stürzte. War auch schwer zu widerstehen, wenn man den ganzen lieben langen Tag hübsche durchtrainierte Schwimmer um sich herum hat. Meine Arbeit hat gefetzt, mich ordentlich ausgelastet, aber auch noch Platz für ein neues Risiko gelassen. Also los gings. Jedes freie Wochenende und einen Tag in der Woche im fremden Bett verbracht. Es kribbelte nur so überall, aber schnell verflog die Leichtigkeit und ich machte mich auf die Landung bereit. Oh ja, und die kam schnell. Und ja, auch sehr hart. Nur nachdenken konnte ich eigentlich gar nich so recht, hatte gerade zu dir Zeit Seminar. Eine Woche lang wieder mit Geichgesinnten durch die Halle gestriezt werden, über Problemkinder sich auslassen, Strategien entwickeln und sich selbst verausgaben. War gut. Zum Glück fielen mir keine Ausreden ein, da nicht Kopf und Kragen zu riskieren.
Und ja, dann lief das Jahr so weiter. Kinder in der Schwimmhalle nervten, strahlten, machten mich nass oder brachten mich zum Lachen. Sowie der beste Kollege, den man nur in so einen Alltag haben kann. Gemeinsam nichts machen, bis der Chef vorbeischaute oder ein Kontrollanruf kam. Oh man, was gibts besseres als die Beine hochzulegen und sich erstmal Pizza ins Büro liefern zu lassen? Klar, schöne Zeiten kommen und gehen, und auch das Pizzaessen fand seinen Ausgleich, wenn man mal wieder bis sonst irgendwann arbeiten musste. Oder zwei Wochen am Stück durcharbeiten durfte, weil wieder ein Wettkampf anstand.
Okay, weiter in der Jahresbilanz. Neben Arbeit gabs natürlich noch das Vergnügen. Irgendwie war ich kurz meinen Interessen entrutscht. Lieber schickimicki Ausgehen und in teueren Clubs feiern, als irgendwo zu kickern und Bier zu trinken. Aber zum Glück bekam ich die Kurve. Und so landete ich wieder wohlbehalten in den Armen meiner Freunde, die mich auch gleich zur Reich & Schön entführten. Mega!
Irgendwie verflog dann die Zeit, mit viel zu vielen Gedanken im Kopf. Aber hey, das mag ich jetzt lieber nicht lang und breit ausbreiten. Seelenstriptease folgt ein andermal.
Aber das muss noch rein: Scheiße war das ein geiles spannendes Jahr! Und ja, es endet hoffentlich genauso spannend und mit Kribbeln im Bauch wie letztes Jahr. Und ja verdammt, ich glaub noch dran!
Bereiste Länder: 1
Besuchte Festivals: 3
Gebrochene Herzen (passiv): 2
Gebrochene Herzen (aktiv): 5
Liebschaften: 4
Küsse: 100-200 ?
Neue Freunde fürs Leben:8
Wiederaufgetauchte Freunde: 3
Besuchte Hochzeiten: 0
Verbrannte Essen: 5
Haarfarben: 2
Alter: 20
Krankenhausaufenthalte 2013: 0
Verpasste Seminare/ Vorlesungen: 15?
Verpasste Chancen: 3
Gekaufte Schuhpaare: 3
Gelesene Bücher: +-10
Sorgen: 3-5
Es begann damit, dass ich noch recht frisch getrennt, mich irgendwann ins nächste Abenteuer stürzte. War auch schwer zu widerstehen, wenn man den ganzen lieben langen Tag hübsche durchtrainierte Schwimmer um sich herum hat. Meine Arbeit hat gefetzt, mich ordentlich ausgelastet, aber auch noch Platz für ein neues Risiko gelassen. Also los gings. Jedes freie Wochenende und einen Tag in der Woche im fremden Bett verbracht. Es kribbelte nur so überall, aber schnell verflog die Leichtigkeit und ich machte mich auf die Landung bereit. Oh ja, und die kam schnell. Und ja, auch sehr hart. Nur nachdenken konnte ich eigentlich gar nich so recht, hatte gerade zu dir Zeit Seminar. Eine Woche lang wieder mit Geichgesinnten durch die Halle gestriezt werden, über Problemkinder sich auslassen, Strategien entwickeln und sich selbst verausgaben. War gut. Zum Glück fielen mir keine Ausreden ein, da nicht Kopf und Kragen zu riskieren.
Und ja, dann lief das Jahr so weiter. Kinder in der Schwimmhalle nervten, strahlten, machten mich nass oder brachten mich zum Lachen. Sowie der beste Kollege, den man nur in so einen Alltag haben kann. Gemeinsam nichts machen, bis der Chef vorbeischaute oder ein Kontrollanruf kam. Oh man, was gibts besseres als die Beine hochzulegen und sich erstmal Pizza ins Büro liefern zu lassen? Klar, schöne Zeiten kommen und gehen, und auch das Pizzaessen fand seinen Ausgleich, wenn man mal wieder bis sonst irgendwann arbeiten musste. Oder zwei Wochen am Stück durcharbeiten durfte, weil wieder ein Wettkampf anstand.
Okay, weiter in der Jahresbilanz. Neben Arbeit gabs natürlich noch das Vergnügen. Irgendwie war ich kurz meinen Interessen entrutscht. Lieber schickimicki Ausgehen und in teueren Clubs feiern, als irgendwo zu kickern und Bier zu trinken. Aber zum Glück bekam ich die Kurve. Und so landete ich wieder wohlbehalten in den Armen meiner Freunde, die mich auch gleich zur Reich & Schön entführten. Mega!
Irgendwie verflog dann die Zeit, mit viel zu vielen Gedanken im Kopf. Aber hey, das mag ich jetzt lieber nicht lang und breit ausbreiten. Seelenstriptease folgt ein andermal.
Aber das muss noch rein: Scheiße war das ein geiles spannendes Jahr! Und ja, es endet hoffentlich genauso spannend und mit Kribbeln im Bauch wie letztes Jahr. Und ja verdammt, ich glaub noch dran!
Bereiste Länder: 1
Besuchte Festivals: 3
Gebrochene Herzen (passiv): 2
Gebrochene Herzen (aktiv): 5
Liebschaften: 4
Küsse: 100-200 ?
Neue Freunde fürs Leben:8
Wiederaufgetauchte Freunde: 3
Besuchte Hochzeiten: 0
Verbrannte Essen: 5
Haarfarben: 2
Alter: 20
Krankenhausaufenthalte 2013: 0
Verpasste Seminare/ Vorlesungen: 15?
Verpasste Chancen: 3
Gekaufte Schuhpaare: 3
Gelesene Bücher: +-10
Sorgen: 3-5
Mittwoch, 4. Dezember 2013
Erinnerung
Das Schönste sind die Erinnerungen, die in uns schlummern. Ganz sanft und fest ruhen. Und dann einen kleinen Moment nur sind wir unachtsam, lassen unsere Deckung fallen - durch ein paar wenige Takte einer Melodie, eine Anordnung von Linien und Farben und die Eigenarten von Menschen, die uns sofort um zwei Jahre zurückwerfen können. Man blinzelt nur, und plötzlich steht man wieder da. Im Laternenlicht vor vielen Jahren, als wir uns in die Arme fielen. Oder einen Menschen nie vergessen machte, wo wir dachten, die Wege würden nun immer zweitausend Meilen auseinander liegen. Nur weil man es kurz aus den Augen verloren hat, ist es noch lange nicht verloren. Und erst recht nicht vergessen! Jeder Mensch, der in dir etwas hinterlässt, formt dich und wird dich immer begleiten.
Ich denk an dich. Heute an deinem Ehrentag. Alles Liebe meine beste Freundin, lebe dein Leben. Ich wünsch dir das allerbeste der Welt. Auf dich - und die Möglichkeit uns kennengelernt zu haben!
Ich denk an dich. Heute an deinem Ehrentag. Alles Liebe meine beste Freundin, lebe dein Leben. Ich wünsch dir das allerbeste der Welt. Auf dich - und die Möglichkeit uns kennengelernt zu haben!
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